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W-Seminar-Preis

Preisträgerinnen und Preisträger 2023

Ausgezeichnet

3 Auszeichnungen

Tobias Meijer
Tobias Meijer

Tobias Meijer

Chemie

Herstellung eines biobasierten und umweltfreundlichen Leiters

Gesa Steinbrink
Gesa Steinbrink

Gesa Steinbrink

Deutsch

Die Darstellung von Kinderheimen der DDR in der Literatur anhand der Romane „…und keiner hat mich gefragt!“ von Isolde Heyne und „Weinen in der Dunkelheit“ von Ursula Borkowski

Anna Chesnokova
Anna Chesnokova

Anna Chesnokova

Mathematik

Frauen in der Zahlentheorie des 18. und 19. Jahrhunderts

Beste W-Seminararbeit – Chemie: Tobias Meijer

Die W-Seminararbeit beschäftigt sich mit der Herstellung eines biobasierten und umweltfreundlichen Leiters, der herkömmliche Leiter wie Kupfer ersetzen könnte. Die Entwicklung solcher Leiter könnte zu einem sparsameren Umgang mit Ressourcen und zu einer Vermeidung von Umweltschäden durch die immer schwierigeren Bedingungen zur Gewinnung von entsprechenden konventionellen Leitern beitragen.

Die W-Seminararbeit zeichnet sich durch eine beeindruckende Literaturrecherche und eine äußerst präzise und fachlich sehr fundierte Darstellung der theoretischen Grundlagen aus. Die eigenen Untersuchungen und Methoden sind sehr umsichtig geplant. Im praktischen Teil werden zahlreiche – teilweise sehr aufwändige – Herstellungsprozesse und Untersuchungen sehr einfallsreich und mit großer Ausdauer durchgeführt. Die praktischen Elemente sind zahlreich und mit hoher Akribie, Präzision und auch hohem Zeitaufwand durchgeführt worden. Die Auswertung und die Bewertung der Untersuchungen erfolgen beeindruckend präzise und mit der nötigen kritischen Distanz. Auch in ihrer äußeren Form ist die Seminararbeit völlig einwandfrei.

Tobias zeigt mit dieser W-Seminararbeit sein ausgeprägtes Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen, seine Freude an den entsprechenden Tätigkeiten zur Beantwortung der Fragen und seine bemerkenswerte Fähigkeit zum Durchdenken von Problem- und Fragestellungen. Zudem gelingt es ihm auch sehr gut, seine Ergebnisse zu präsentieren und die Zuhörer für die Thematik zu interessieren.

Beste W-Seminararbeit – Deutsch: Gesa Steinbrink

In ihrer Arbeit beschäftigte sich Gesa sowohl mit dem historischen Hintergrund von Kinderheimen in der DDR und untersuchte anschließend deren Darstellung in den oben genannten Romanen. Besonders überzeugend waren in diesem Zusammenhang ihr äußerst fundiertes Sachwissen, ihre reflektierte Sicht sowie ihr methodisches Vorgehen. Zudem bewies sie sehr große Eigeninitiative, indem sie selbständig passende Vergleichskriterien entwickelte. Außerdem führte sie ein Zeitzeugeninterview, das sie in einem eigenen Transkript festhielt, wodurch die Arbeit zusätzlich an Authentizität gewann und persönliche Erlebnisse eines damaligen Heimkindes noch greifbarer wurden. Ihre wissenschaftliche Arbeitsweise sowie die damit verbundene Recherche waren dabei immer von sehr großer Sorgfalt geprägt. Gesa stellte ihre Arbeit bzw. Präsentation bereits bei der Auftaktveranstaltung zum Wissenschaftsabend in beeindruckender Weise vor.

Beste W-Seminararbeit – Mathematik: Anna Chesnokova

Die W-Seminar-Arbeit beschäftigt sich erst allgemein mit Geschlechtsdifferenzen in der Mathematik und geht dann genauer auf die Frau im 18. bzw. 19. Jahrhundert ein. Neben der gesellschaftlichen Stellung liegt hier natürlich der Schwerpunkt beim Thema mathematische Bildung für Frauen. Als Beispiele werden dann Sophie Germain und Ada Lovelace vorgestellt sowie auch exemplarisch eine (zahlentheoretische) Errungenschaft von jenen beleuchtet sowie beide Frauen miteinander verglichen.

Die Arbeit ist deshalb so besonders, weil sie zeigt, wie schwer es Frauen früher in der Sparte der Mathematik hatten und jene trotz der Einschränkungen beachtliche Errungenschaften erzielen konnten. Gerade da auch in der heutigen Zeit immer noch Vorurteile wie „Mädchen und Mathematik?“ vorherrschen, zeigt diese Arbeit sehr deutlich, dass es keine Geschlechterdifferenzen geben darf.

Auch weil es nicht nur eine rein mathematische Arbeit ist, konnte diese auch vor einem großen Publikum (Anna Chesnokova war eine der drei Rednerinnen in der Aula) viel Begeisterung und Interesse für die Thematik hervorrufen.